Emeka Ogboh

 

Emeka Ogboh (*1977 in Enugu) fokussiert in seiner künstlerischen Praxis auf sinnliche Wahrnehmungen. Sein Werk umfasst experimentelle Musikstücke, Klanginstallationen und gastronomische Projekte, in denen er untersucht, wie sich private, öffentliche und kollektive Erinnerungen und Geschichten in Klänge und Essen einschreiben. Im Zentrum seines Interesses steht die Frage, wie Hör- und Geschmackserfahrungen einen Kontext schaffen können, in dem kritische Fragen zu Migration, Globalisierung und Postkolonialismus neu gestellt werden.

 

kunstwerk

Sufferhead Original – Munich Edition, 2019

Installation mit Video und Flaschen, unterschiedliche Maße

 

„Sufferhead Original – Munich Edition“ ist ein konzeptuelles Craft Beer-Projekt von Emeka Ogboh, das er nun, nach Kassel, Frankfurt am Main und Baden-Baden, auch für München weiterentwickelt hat. Im Zentrum des Projekts stehen ein speziell gebrautes Bier sowie eine dazugehörige Werbekampagne mit Videospot und Plakaten. In „Sufferhead Original“ kombiniert Ogboh Produkt und Produktwerbung, um die afrikanische Präsenz im heutigen Europa zu erkunden. Gemeinsam mit lokalen Bierbrauereien entwickelt er ein Schwarzbier, das vom Geschmack und den Erfahrungen von in Europa lebenden Afrikaner*innen beeinflusst ist. Der Name „Sufferhead Original“ nimmt Bezug auf einen Song des nigerianischen Afrobeat-Pioniers Fela Kuti, in dem dieser die prekäre Situation Nigerias in den 1980er Jahren thematisiert. Im Zuge seines Projekts nimmt Ogboh diesen zum Ausgangspunkt, um einen Diskurs über den politischen Umgang mit Ethnien, unterschiedlichen Vorstellungen von Nation und Prozessen der Migration anzustoßen. Durch die Sprache kommerzieller Werbung verknüpft Ogboh Strategien aus Kunst und Marketing, während Verbindungen zwischen Europas Vorstellungen von Reinheit und der afrikanischen Einwanderergemeinschaft sowie ihren Erfahrungen hergestellt werden. Der Slogan „Wer hat Angst vor Schwarz?“ der begleitenden Kampagne greift populistisch geschürte Ängste vor Massenmigration und kultureller „Überfremdung“ auf.

 

Emeka Ogboh

 

Emeka Ogboh (*1977 in Enugu) fokussiert in seiner künstlerischen Praxis auf sinnliche Wahrnehmungen. Sein Werk umfasst experimentelle Musikstücke, Klanginstallationen und gastronomische Projekte, in denen er untersucht, wie sich private, öffentliche und kollektive Erinnerungen und Geschichten in Klänge und Essen einschreiben. Im Zentrum seines Interesses steht die Frage, wie Hör- und Geschmackserfahrungen einen Kontext schaffen können, in dem kritische Fragen zu Migration, Globalisierung und Postkolonialismus neu gestellt werden.

 

kunstwerk

Sufferhead Original – Munich Edition, 2019

Installation mit Video und Flaschen, unterschiedliche Maße

 

„Sufferhead Original – Munich Edition“ ist ein konzeptuelles Craft Beer-Projekt von Emeka Ogboh, das er nun, nach Kassel, Frankfurt am Main und Baden-Baden, auch für München weiterentwickelt hat. Im Zentrum des Projekts stehen ein speziell gebrautes Bier sowie eine dazugehörige Werbekampagne mit Videospot und Plakaten. In „Sufferhead Original“ kombiniert Ogboh Produkt und Produktwerbung, um die afrikanische Präsenz im heutigen Europa zu erkunden. Gemeinsam mit lokalen Bierbrauereien entwickelt er ein Schwarzbier, das vom Geschmack und den Erfahrungen von in Europa lebenden Afrikaner*innen beeinflusst ist. Der Name „Sufferhead Original“ nimmt Bezug auf einen Song des nigerianischen Afrobeat-Pioniers Fela Kuti, in dem dieser die prekäre Situation Nigerias in den 1980er Jahren thematisiert. Im Zuge seines Projekts nimmt Ogboh diesen zum Ausgangspunkt, um einen Diskurs über den politischen Umgang mit Ethnien, unterschiedlichen Vorstellungen von Nation und Prozessen der Migration anzustoßen. Durch die Sprache kommerzieller Werbung verknüpft Ogboh Strategien aus Kunst und Marketing, während Verbindungen zwischen Europas Vorstellungen von Reinheit und der afrikanischen Einwanderergemeinschaft sowie ihren Erfahrungen hergestellt werden. Der Slogan „Wer hat Angst vor Schwarz?“ der begleitenden Kampagne greift populistisch geschürte Ängste vor Massenmigration und kultureller „Überfremdung“ auf.