Rosemarie Trockel

 

Seit den 1980er Jahren schafft Rosemarie Trockel (*1952 in Schwerte) Werke, in denen sie eine kritische Gegenposition zu einem von männlichem Denken und Handeln geprägten Kunstschaffen einnimmt. Mit ihrem konzeptuellen Ansatz nähert sie sich über unterschiedliche Medien gesellschaftskonstituierenden Elementen wie Normen, Rollen- modellen, Symbolen und kulturellenKodierungen und untersucht sie in Hinblick auf ihre Funktion und Selbstverständlichkeit. In ihren Arbeiten verbindet sie Fragen der Kunst mit philosophischen, theologischen und wissenschaftlichen Diskursen.

 

kunstwerk

Frankfurter Engel, 1994

Replik 2019, Quarzsand, H 2,5 m

 

„Frankfurter Engel“ ist die Replik eines Mahnmals von Rosemarie Trockel, das seit 1994 in der Frankfurter Innenstadt an die Verfolgung und Ermordung homosexueller Frauen und Männer im Nationalsozialismus erinnert. Vorbild der Skulptur ist ein „Engel mit Schriftband“, der ursprünglich als neugotische Giebelfigur das Westportal des Kölner Doms schmückte. Vom Original existiert nur noch ein beschädigtes Gipsmodell mit gebrochenen Flügeln, das Trockel als Wachsabguss reproduzieren ließ. Sie schlug dem Engel den Kopf ab und brachte ihn in einem leicht verschobenen Winkel wieder an, so dass die Bruchstelle als Narbe sichtbar blieb. Mit diesem Zeichen der Abweichung erinnert die androgyne Figur an die irreparablen Schäden der Verfolgung während des NS-Regimes. Der Engel ist Bote, Informant sowie Schutzengel der Opfer und warnt davor, dass „Männer, die Männer lieben, und Frauen, die Frauen lieben, immer wieder verfolgt werden können“.

 

Rosemarie Trockel

 

Seit den 1980er Jahren schafft Rosemarie Trockel (*1952 in Schwerte) Werke, in denen sie eine kritische Gegenposition zu einem von männlichem Denken und Handeln geprägten Kunstschaffen einnimmt. Mit ihrem konzeptuellen Ansatz nähert sie sich über unterschiedliche Medien gesellschaftskonstituierenden Elementen wie Normen, Rollen- modellen, Symbolen und kulturellenKodierungen und untersucht sie in Hinblick auf ihre Funktion und Selbstverständlichkeit. In ihren Arbeiten verbindet sie Fragen der Kunst mit philosophischen, theologischen und wissenschaftlichen Diskursen.

 

kunstwerk

Frankfurter Engel, 1994

Replik 2019, Quarzsand, H 2,5 m

 

„Frankfurter Engel“ ist die Replik eines Mahnmals von Rosemarie Trockel, das seit 1994 in der Frankfurter Innenstadt an die Verfolgung und Ermordung homosexueller Frauen und Männer im Nationalsozialismus erinnert. Vorbild der Skulptur ist ein „Engel mit Schriftband“, der ursprünglich als neugotische Giebelfigur das Westportal des Kölner Doms schmückte. Vom Original existiert nur noch ein beschädigtes Gipsmodell mit gebrochenen Flügeln, das Trockel als Wachsabguss reproduzieren ließ. Sie schlug dem Engel den Kopf ab und brachte ihn in einem leicht verschobenen Winkel wieder an, so dass die Bruchstelle als Narbe sichtbar blieb. Mit diesem Zeichen der Abweichung erinnert die androgyne Figur an die irreparablen Schäden der Verfolgung während des NS-Regimes. Der Engel ist Bote, Informant sowie Schutzengel der Opfer und warnt davor, dass „Männer, die Männer lieben, und Frauen, die Frauen lieben, immer wieder verfolgt werden können“.