Emil Nolde

 

Emil Nolde (*1867 in Nolde) war ein Maler des Expressionismus, der für seine farbintensiven Landschaftsbilder, Stillleben und Aquarelle bekannt ist. Seine Sujets reichen von religiösen Motiven über Blumenbilder bis hin zu Variationen der nordfriesischen Landschaft. Nolde war überzeugter Anhänger des Hitler-Regimes undvon 1933 an Mitglied der NSDAP. Ungeachtet dessen beschlagnahmte man 1937 über 1000 seiner Werke, verfemte ihn als „entarteten“ Künstler und schloss ihn aus der Reichskammer der bildenden Künste aus. Zu einem Vertreter des Widerstands stilisiert, wurden Nolde nach 1945 zahlreiche Ehrungen zuteil. 1956 starb er im Alter von 88 Jahren in seiner Wahlheimat Seebüll.

 

Foto: Emil Nolde, um 1955, © Nolde Stiftung Seebüll

kunstwerk

Meer und Himmel, 1937

Öl auf Leinwand, 74 x 101 cm

 

Dass Emil Nolde überzeugter Antisemit und Mitglied der NSDAP war, ist seit Langem bekannt. Dennoch hielt sich über Jahrzehnte hinweg der Mythos, er sei vornehmlich Opfer der NS-Kunstpolitik gewesen, denn von keinem anderen Künstler seiner Zeit wurden mehr Werke beschlagnahmt und als „entartet“ diffamiert. „Meer und Himmel“ ist ein Gemälde aus der Zeit nach Hitlers Machtübernahme, in der Nolde sich von religiösen Sujets mit jüdischen Figuren abwandte und sich vorwiegend auf Stillleben und die Darstellung nordischer Naturgewalten konzentrierte. Eine ähnlich bewegte Meereslandschaft zierte lange Zeit das Amtszimmer der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nach jahrzehntelangen Debatten um Noldes Verhältnis zum Nationalsozialismus gab Merkel ihre zwei Nolde-Leihgaben im Frühjahr 2019 an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz zurück.

 

 

Emil Nolde, Meer und Himmel, 1937 | Courtesy © Nolde Stiftung Seebüll

Emil Nolde

 

Emil Nolde (*1867 in Nolde) war ein Maler des Expressionismus, der für seine farbintensiven Landschaftsbilder, Stillleben und Aquarelle bekannt ist. Seine Sujets reichen von religiösen Motiven über Blumenbilder bis hin zu Variationen der nordfriesischen Landschaft. Nolde war überzeugter Anhänger des Hitler-Regimes undvon 1933 an Mitglied der NSDAP. Ungeachtet dessen beschlagnahmte man 1937 über 1000 seiner Werke, verfemte ihn als „entarteten“ Künstler und schloss ihn aus der Reichskammer der bildenden Künste aus. Zu einem Vertreter des Widerstands stilisiert, wurden Nolde nach 1945 zahlreiche Ehrungen zuteil. 1956 starb er im Alter von 88 Jahren in seiner Wahlheimat Seebüll.

 

Foto: Emil Nolde, um 1955, © Nolde Stiftung Seebüll

kunstwerk

Meer und Himmel, 1937

Öl auf Leinwand, 74 x 101 cm

 

Dass Emil Nolde überzeugter Antisemit und Mitglied der NSDAP war, ist seit Langem bekannt. Dennoch hielt sich über Jahrzehnte hinweg der Mythos, er sei vornehmlich Opfer der NS-Kunstpolitik gewesen, denn von keinem anderen Künstler seiner Zeit wurden mehr Werke beschlagnahmt und als „entartet“ diffamiert. „Meer und Himmel“ ist ein Gemälde aus der Zeit nach Hitlers Machtübernahme, in der Nolde sich von religiösen Sujets mit jüdischen Figuren abwandte und sich vorwiegend auf Stillleben und die Darstellung nordischer Naturgewalten konzentrierte. Eine ähnlich bewegte Meereslandschaft zierte lange Zeit das Amtszimmer der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nach jahrzehntelangen Debatten um Noldes Verhältnis zum Nationalsozialismus gab Merkel ihre zwei Nolde-Leihgaben im Frühjahr 2019 an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz zurück.

 

 

Emil Nolde, Meer und Himmel, 1937 | Courtesy © Nolde Stiftung Seebüll