Michaela Melián

 

Michaela Meliáns (*1956 in München) Interesse gilt der politischen Dimension von Erinnerung und dem Weiterwirken zeitgeschichtlicher Phänomene. Ausgangspunkt ihrer multimedialen Audio- und Rauminstallationen sind oft Geschichten, die mit einem Ort, Objekt oder einer Person verbunden sind. Diese Referenzen bilden, durch die Zusammenführung mit zeitgenössischen Themen und Techniken, komplexe Systeme, die auf vielfältige gesellschaftliche, ästhetische und politische Fragen verweisen.

 

kunstwerk

Mann Family House, 2019

Holz, Kunststoff, Lack, Stahl, Projektion, Ton, 82 x 68 x 240 cm


„Mann Family House“ ist ein Modell des ehemaligen Wohnhauses der Familie Thomas Manns, das die Künstlerin Michaela Melián als Taubenhaus nachgebildet hat. Neunzehn Jahre lang, bis zum Exil im Frühjahr 1933, bildete die Villa in der Poschinger Straße 1 in München den Lebensmittelpunkt der Familie. Hier entstand eine Vielzahl wichtiger Texte Thomas Manns. Seine sechs Kinder entfalteten an diesem Ort ihre ersten künstlerischen Aktivitäten, internationale Gäste gingen ein und aus. Im August 1933 beschlagnahmten die Nationalsozialisten das Wohnhaus der Manns und versteigerten ihren Besitz. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Haus stark beschädigt und 1952 abgerissen. Die Familie blieb über den Globus zerstreut und kehrte nicht nach München zurück. Melián rekonstruiert im Modell einen lebendigen Ort, aus dessen Fenstern visuelle und akustische Botschaften entsendet werden. Neben ihren musikalischen Vorlieben wird aus Briefen und Texten der Familienmitglieder zitiert, in denen sie über ihre Zeit in München und die Erfahrungen des Exils reflektieren.

Michaela Melián

 

Michaela Meliáns (*1956 in München) Interesse gilt der politischen Dimension von Erinnerung und dem Weiterwirken zeitgeschichtlicher Phänomene. Ausgangspunkt ihrer multimedialen Audio- und Rauminstallationen sind oft Geschichten, die mit einem Ort, Objekt oder einer Person verbunden sind. Diese Referenzen bilden, durch die Zusammenführung mit zeitgenössischen Themen und Techniken, komplexe Systeme, die auf vielfältige gesellschaftliche, ästhetische und politische Fragen verweisen.

 

kunstwerk

Mann Family House, 2019

Holz, Kunststoff, Lack, Stahl, Projektion, Ton, 82 x 68 x 240 cm


„Mann Family House“ ist ein Modell des ehemaligen Wohnhauses der Familie Thomas Manns, das die Künstlerin Michaela Melián als Taubenhaus nachgebildet hat. Neunzehn Jahre lang, bis zum Exil im Frühjahr 1933, bildete die Villa in der Poschinger Straße 1 in München den Lebensmittelpunkt der Familie. Hier entstand eine Vielzahl wichtiger Texte Thomas Manns. Seine sechs Kinder entfalteten an diesem Ort ihre ersten künstlerischen Aktivitäten, internationale Gäste gingen ein und aus. Im August 1933 beschlagnahmten die Nationalsozialisten das Wohnhaus der Manns und versteigerten ihren Besitz. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Haus stark beschädigt und 1952 abgerissen. Die Familie blieb über den Globus zerstreut und kehrte nicht nach München zurück. Melián rekonstruiert im Modell einen lebendigen Ort, aus dessen Fenstern visuelle und akustische Botschaften entsendet werden. Neben ihren musikalischen Vorlieben wird aus Briefen und Texten der Familienmitglieder zitiert, in denen sie über ihre Zeit in München und die Erfahrungen des Exils reflektieren.