Jumana Manna

 

Jumana Manna (*1987 in New Jersey) widmet sich in ihrem bildhauerischen und filmischen Werk der Manifestation von Macht und ihrer Beziehung zu Materialien, Orten und dem menschlichen Körper. Neben abstrakten Skulpturen entwickelt sie filmische Erzählungen, die aus einer oft persönlichen Perspektive aktuelle Diskurse und politische Themen bearbeiten. Ihre Werke sind in der Regel das Ergebnis umfangreicher Forschungen. Sie vereinen Fakt und Fiktion, biografisches und archivalisches Material und erkunden mit wissenschaftlichen Methoden die Konstruktion von nationalen Erzählungen und Ideologien.

 

kunstwerk

A Magical Substance Flows Into Me, 2015

Video, 66 min

 

In ihrem Film „A Magical Substance Flows Into Me“ befasst sich Jumana Manna mit der Vielfalt palästinensischer und orientalisch-jüdischer Musik in und um Jerusalem. Ausgangspunkt bilden die Forschungen des deutsch-jüdischen Musikethnologen Robert Lachmann, von 1936 bis 1937 in seiner Sendung „Oriental Music“ im palästinensischen Rundfunk die musikalischen Traditionen in Palästina erforschte. Er präsentierte Lieder von Mitgliedern städtischer und ländlicher palästinensischer Gemeinden, von Kurden, marokkanischen und jemenitischen Juden, Samaritanern, Beduinen und Kopten. Jahrzehnte später sucht Manna Vertreter dieser vielfältigen Gruppen an ihren Wohnorten und Gotteshäusern in Israel und in den palästinensischen Gebieten auf und bittet sie, ihre Musik zu spielen. Mit diesem mehrdimensionalen Zugang richtet sie unseren Blick auf den Umstand, dass moderne nationale Identitäten auf Kosten von Vielfalt entstanden sind und unter kontinuierlicher Instrumentalisierung durch politische Kontrollmechanismen. Aufnahmen ihres eigenen familiären Umfelds unterbrechen diese Begegnungen und binden Mannas Subjektivität in die größere historische Erzählung des Films ein. Mit Empathie und Humor zeichnetsie die komplexen Verbindungen zwischen physisch und kulturell getrennten Gemeinschaften nach.

 

Jumana Manna

 

Jumana Manna (*1987 in New Jersey) widmet sich in ihrem bildhauerischen und filmischen Werk der Manifestation von Macht und ihrer Beziehung zu Materialien, Orten und dem menschlichen Körper. Neben abstrakten Skulpturen entwickelt sie filmische Erzählungen, die aus einer oft persönlichen Perspektive aktuelle Diskurse und politische Themen bearbeiten. Ihre Werke sind in der Regel das Ergebnis umfangreicher Forschungen. Sie vereinen Fakt und Fiktion, biografisches und archivalisches Material und erkunden mit wissenschaftlichen Methoden die Konstruktion von nationalen Erzählungen und Ideologien.

 

kunstwerk

A Magical Substance Flows Into Me, 2015

Video, 66 min

 

In ihrem Film „A Magical Substance Flows Into Me“ befasst sich Jumana Manna mit der Vielfalt palästinensischer und orientalisch-jüdischer Musik in und um Jerusalem. Ausgangspunkt bilden die Forschungen des deutsch-jüdischen Musikethnologen Robert Lachmann, von 1936 bis 1937 in seiner Sendung „Oriental Music“ im palästinensischen Rundfunk die musikalischen Traditionen in Palästina erforschte. Er präsentierte Lieder von Mitgliedern städtischer und ländlicher palästinensischer Gemeinden, von Kurden, marokkanischen und jemenitischen Juden, Samaritanern, Beduinen und Kopten. Jahrzehnte später sucht Manna Vertreter dieser vielfältigen Gruppen an ihren Wohnorten und Gotteshäusern in Israel und in den palästinensischen Gebieten auf und bittet sie, ihre Musik zu spielen. Mit diesem mehrdimensionalen Zugang richtet sie unseren Blick auf den Umstand, dass moderne nationale Identitäten auf Kosten von Vielfalt entstanden sind und unter kontinuierlicher Instrumentalisierung durch politische Kontrollmechanismen. Aufnahmen ihres eigenen familiären Umfelds unterbrechen diese Begegnungen und binden Mannas Subjektivität in die größere historische Erzählung des Films ein. Mit Empathie und Humor zeichnetsie die komplexen Verbindungen zwischen physisch und kulturell getrennten Gemeinschaften nach.