Ken Lum

 

Ken Lums (*1956 in Vancouver) Werk umfasst ein komplexes Repertoire an künstlerischen Strategien. In seinen Arbeiten kombiniert er Bilder und Texte, Display-Elemente und Sprache und führt vor, wie durch Überlagerung unterschiedlicher Zeichensysteme Identität entsteht. Formal bezieht sich Lum auf die Ästhetik gängiger Werbeformate, wie zum Beispiel Billboards, und zitiert deren Vokabular über Typografie, Slogans und Motive. Entgegen der funktionalen Sprache der Werbung konfrontiert Lum den Betrachter jedoch mit ambivalenten Botschaften, um hinter der Hochglanzoberfläche die Ängste und Widersprüche einer globalisierten Welt, in der disparate Traditionen aufeinandertreffen, sichtbar zu machen.

 

kunstwerk

Coming Soon, 2009

Billboard, 400 x 390 cm

 

Auf den ersten Blick wirkt „Coming Soon“ von Ken Lum wie eine herkömmliche Werbetafel. Von einem großformatigen Billboard lächelt eine moderne europäisch-asiatische Kleinfamilie, die sich wie in einer Reklame als das perfekte Abbild des Multikulturalismus präsentiert. Mobilität, Fortschrittlichkeit und Weltoffenheit sind nur einige von vielen möglichen Assoziationen, welche die Erscheinung der drei Personen hervorruft. In der Marketingästhetik urbaner Kampagnen, die auf bald eröffnende Geschäfte oder Großprojekte hinweisen, wird über einen in Englisch und Chinesisch gedruckten Schriftzug eine baldige Realisierung angekündigt. Doch die Realisierung wovon?, fragt man sich. Die vermeintlich positive Botschaft und Direktheit des Textes kann durchaus ambivalent gelesen werden: Handelt es sich um ein Versprechen oder um eine Drohung?

 

Ken Lum, Coming Soon, 2009 | Courtesy the artist

Ken Lum

 

Ken Lums (*1956 in Vancouver) Werk umfasst ein komplexes Repertoire an künstlerischen Strategien. In seinen Arbeiten kombiniert er Bilder und Texte, Display-Elemente und Sprache und führt vor, wie durch Überlagerung unterschiedlicher Zeichensysteme Identität entsteht. Formal bezieht sich Lum auf die Ästhetik gängiger Werbeformate, wie zum Beispiel Billboards, und zitiert deren Vokabular über Typografie, Slogans und Motive. Entgegen der funktionalen Sprache der Werbung konfrontiert Lum den Betrachter jedoch mit ambivalenten Botschaften, um hinter der Hochglanzoberfläche die Ängste und Widersprüche einer globalisierten Welt, in der disparate Traditionen aufeinandertreffen, sichtbar zu machen.

 

kunstwerk

Coming Soon, 2009

Billboard, 400 x 390 cm

 

Auf den ersten Blick wirkt „Coming Soon“ von Ken Lum wie eine herkömmliche Werbetafel. Von einem großformatigen Billboard lächelt eine moderne europäisch-asiatische Kleinfamilie, die sich wie in einer Reklame als das perfekte Abbild des Multikulturalismus präsentiert. Mobilität, Fortschrittlichkeit und Weltoffenheit sind nur einige von vielen möglichen Assoziationen, welche die Erscheinung der drei Personen hervorruft. In der Marketingästhetik urbaner Kampagnen, die auf bald eröffnende Geschäfte oder Großprojekte hinweisen, wird über einen in Englisch und Chinesisch gedruckten Schriftzug eine baldige Realisierung angekündigt. Doch die Realisierung wovon?, fragt man sich. Die vermeintlich positive Botschaft und Direktheit des Textes kann durchaus ambivalent gelesen werden: Handelt es sich um ein Versprechen oder um eine Drohung?

 

Ken Lum, Coming Soon, 2009 | Courtesy the artist