Mohamed Bourouissa

 

Mohamed Bourouissa (*1978 in Blida) widmet sich in seinen Werken vornehmlich der fotografischen Erforschung des Lebens margin- alisierter Gruppen. Seine Arbeiten entstehen zumeist an kulturell und sozial peripheren Orten, deren Alltag Bourouissa beobachtet und mit seiner Kamera festhält. Seine Bilder brechen mit den vereinfachenden Prinzipien der Massenmedien und bieten ein vielschichtiges Portrait sozialer Realität an.

kunstwerk

Shoplifters, 2014 – 2015

Inkjet Prints, unterschiedliche Maße

 

Mohamed Bourouissas Serie „Shoplifters“ zeigt Personen, die in einem Supermarkt im New Yorker Bezirk Brooklyn beim Ladendiebstahl ertappt wurden. Die Arbeit gibt eine Reihe überarbeiteter Polaroid-Schnappschüsse wieder, die der Inhaber des Supermarkts von den Straftäter*innen angefertigt und am Eingang seines Geschäfts in der Nähe der Sicherheitskraft öffentlich sichtbar montiert hat. Die Diebe halten die von ihnen entwendeten Waren frontal in die Kamera – einfache Lebensmittel wie Eier und Obst sowie Waschmittel, Bier und Spirituosen. Durch die gewaltvolle Bloßstellung scheinen die Aufnahmen jedoch weniger die Diebe selbst, als ihre prekären Lebensumstände anzuprangern, am Rand der kapitalistischen Großstadt, wo ständig wachsende Armut sogar den Zugang zu Allgemeingütern erschwert. Die Arbeit verweist damit auf die Dimensionen sozialer Ungerechtigkeit und wie größere Zusammenhänge auf individueller Ebene erlebt werden.

Mohamed Bourouissa

 

Mohamed Bourouissa (*1978 in Blida) widmet sich in seinen Werken vornehmlich der fotografischen Erforschung des Lebens margin- alisierter Gruppen. Seine Arbeiten entstehen zumeist an kulturell und sozial peripheren Orten, deren Alltag Bourouissa beobachtet und mit seiner Kamera festhält. Seine Bilder brechen mit den vereinfachenden Prinzipien der Massenmedien und bieten ein vielschichtiges Portrait sozialer Realität an.

kunstwerk

Shoplifters, 2014 – 2015

Inkjet Prints, unterschiedliche Maße

 

Mohamed Bourouissas Serie „Shoplifters“ zeigt Personen, die in einem Supermarkt im New Yorker Bezirk Brooklyn beim Ladendiebstahl ertappt wurden. Die Arbeit gibt eine Reihe überarbeiteter Polaroid-Schnappschüsse wieder, die der Inhaber des Supermarkts von den Straftäter*innen angefertigt und am Eingang seines Geschäfts in der Nähe der Sicherheitskraft öffentlich sichtbar montiert hat. Die Diebe halten die von ihnen entwendeten Waren frontal in die Kamera – einfache Lebensmittel wie Eier und Obst sowie Waschmittel, Bier und Spirituosen. Durch die gewaltvolle Bloßstellung scheinen die Aufnahmen jedoch weniger die Diebe selbst, als ihre prekären Lebensumstände anzuprangern, am Rand der kapitalistischen Großstadt, wo ständig wachsende Armut sogar den Zugang zu Allgemeingütern erschwert. Die Arbeit verweist damit auf die Dimensionen sozialer Ungerechtigkeit und wie größere Zusammenhänge auf individueller Ebene erlebt werden.